🧬 Genetik

Wellensittichmutationen: Vererbung und Grenzen des Modells

📅 31. Mai 2026 ⏱ 10-minütige Lektüre 🎯 Fortgeschritten

Inhalt

Vererbungsformen

Farb- und Zeichnungsnamen verraten den Genotyp eines Vogels nicht automatisch. Bei Wellensittichen gibt es autosomal rezessive Merkmale (etwa die blaue Reihe und rezessiv gescheckt), geschlechtsgebunden rezessive Merkmale (etwa Ino, Opalin und Zimt) sowie dominante oder intermediär dominante Merkmale. Spangle und Dunkelfaktor sind Beispiele für intermediäre Dominanz: Einfachfaktor (SF) und Doppelfaktor (DF) können unterschiedlich aussehen. Sie pauschal als „dominant“ einzuordnen oder Dunkel- und Spanglefaktor gleichzusetzen, wäre falsch.

Ein geschlechtsgebundenes Ino-Beispiel

Bei Vögeln sind Weibchen ZW und Männchen ZZ. Ino ist ein geschlechtsgebunden rezessiver Genort auf dem Z-Chromosom. Ein Weibchen kann eine Ino-Kopie auf seinem einzigen Z sichtbar zeigen; es wird für diesen Genort nicht als spalterbig bezeichnet. Die Bezeichnung richtet sich nach der Grundfarbe: Lutino in der grünen Reihe, Albino in der blauen Reihe. Bei einer idealisierten Verpaarung eines sichtbaren Ino-Männchens mit einem nicht sichtbaren, nicht spalterbigen Weibchen können Töchter sichtbar Ino und Söhne Ino-spalterbig sein. Abstammung und Kopplung zwischen geschlechtsgebundenen Genorten können reale Ergebnisse beeinflussen.

Was Wahrscheinlichkeiten aussagen

Eine Punnett-Berechnung liefert erwartete Verhältnisse nur, wenn die eingegebenen Elterngenotypen und Modellannahmen stimmen; sie garantiert nicht das Ergebnis eines Geleges. Unbekannte Spalterbigkeit, eine falsche Phänotypbestimmung, gekoppelte Genorte und nicht modellierte Mutationen können die Vorhersage verändern. Diese Seite ist eine begrenzte Lernhilfe für Wellensittiche und beansprucht nicht, alle Arten oder Mutationen abzudecken. Halten Sie die verwendeten Mutationsnamen und die Grundlage der Genotypannahmen fest.

Quellen

Inhaltliche Prüfung: 5. Oktober 2026

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BudgieBreedingTracker-Team

Das BudgieBreedingTracker-Team entwickelt Werkzeuge zur Dokumentation und Pflegeleitfäden mit Quellenangaben. Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung.